Eine Ära geht vorüber - Das Ende der Third Party Cookies

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Third Party Cookies sind eine wichtige Säule für das Online-Marketing und einen wettbewerbsfähigen Markt. Sie ermöglichen es Werbe- und Marketingbranchen mehr über das Verhalten einzelner Nutzender im Internet zu erfahren. So lassen sich gezielte Werbeausspielungen realisieren. Doch die Drittanbieter-Cookies werden sich voraussichtlich nächstes Jahr gegessen haben.

Was sind Third Party Cookies?
Third Party Cookies oder auch “Tracking Cookies” sind kleine Text-Dateien, die lokal auf dem Rechner von Webseitenbesuchenden gespeichert werden. Sie werden genutzt, um deren Surf-Verhalten zu analysieren und so gezielt Werbung schalten zu können.
Dabei handelt es sich um Cookies von Drittanbietern, die nicht von der besuchten Webseite selbst stammen (daher “Third Party”). Mit den gesammelten Informationen lassen sich Interessensprofile der einzelnen Nutzer:innen erstellen. Dadurch lässt sich wiederum Werbung ausspielen, die auf eine einzelne Person zugeschnitten ist. Die gesammelten Daten können aber nicht nur für Werbezwecke Verwendung finden. Auch Missbrauch oder Hackerangriffe sind möglich, durch die die Daten von Privatpersonen in falsche Hände geraten können.
Im Artikel “Was sind Cookies? Einfach erklärt.” finden sich weitere Infos über First- und Third Party Cookies.
Third Party Cookies, Google und die DSGVO
Third Party Cookies erfordern mittlerweile ein sogenanntes “Opt-In”, also eine ausdrückliche Zustimmung von Nutzer:innen, dass diese Cookies auf dem Rechner platziert werden dürfen. Wenn Nutzer:innen eine Webseite besuchen, die Drittanbietercookies verwendet, so wird nach Artikel 6 der DSGVO eine ausdrückliche Zustimmung zur Verarbeitung und Weitergabe von personenspezifischen Daten benötigt.
Im Artikel „DSGVO und Cookie-Richtlinien: Was steckt hinter den Cookie-Bannern?“ sind Informationen über die rechtlichen Grundlagen hinter Cookies und deren Banner zu finden.

Nutzer:innen äußern allerdings immer häufiger ihre Bedenken zu Third Party Cookies und der Nutzung personenbezogener Daten, weshalb Browser wie Safari und Firefox sie bereits in Gänze oder zumindest weitgehend verbannt haben. Nun will auch Google mit seinem Chrome Browser nachziehen.
Während sich der Schritt weg von Drittanbieter-Cookies für Safari und Firefox einfach gestaltete, ist er für Google mit einem deutlich größeren Aufwand verbunden. Denn Google verdient mit dieser Technologie bzw. dem daraus resultierenden Werbeeffekt eine Menge Geld. Für die Umstellung auf eine Drittanbieter-freie Cookie-Welt muss Google nun neue Lösungsansätze für das Kerngeschäft finden. Und auch andere Werbetreibende werden sich auf neue Ansätze einstellen müssen, um weiterhin einen wettbewerbsfähigen Markt zu realisieren.
Die Third Party Cookie Ära ist also angezählt, denn sobald sich auch Google Chrome von der Tracking-Methode lossagen wird, werden sich alle Werbetreibenden darauf einstellen müssen. Das geplante Ende von Anfang 2022 konnte Google selbst nicht einhalten, wodurch viele Firmen nun eine Fristverlängerung zur Umstellung auf andere Methoden bis Ende 2023 erhalten werden.
Welche Probleme die digitale Werbeindustrie mit dem Wegfall von Third Party Cookies hat, ist in unserem nächsten Artikel “Probleme und Zukunft des Customer Trackings in der digitalen Werbeindustrie” zu lesen.
Quellen:
Intersoft Consulting, Art. 6 DSGVO - Rechtmäßigkeit der Verarbeitung, https://dsgvo-gesetz.de/art-6-dsgvo/, (aufgerufen am 11.05.2022).
Datenschutz.org, Third Party Cookies: Was hat es damit auf sich?, https://www.datenschutz.org/third-party-cookies/, (aufgerufen am 11.05.2022).
OnlineMartketing.de, Third Party Cookies bleiben länger - Google verschiebt die Deadline nach hinten, https://onlinemarketing.de/seo/third-party-cookies-bleiben-laenger-google-verschiebt-deadline, (aufgerufen am 11.05.2022).