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Einführung: Was ist eine Customer Data Platform (CDP)?

Eine Person betrachtet bunte Balken- und Kreisdiagramme auf einem Tablet

Eine Customer Data Platform (CDP) ist eine Datenbank, die einheitliche Aufzeichnungen von Kund:innen, deren Eigenschaften und Daten erstellt. Eine CDP integriert sich dabei möglichst leicht mit vorhandenen Daten und ermöglicht einen Abruf der darin gespeicherten Informationen.

Eine CDP erstellt dabei vollständige Kundenbilder, die eine 360-Grad Ansicht aller Demographien, Interessen usw. beinhalten. Um dies zu erreichen, werden First Party Daten (Transaktions-, Verhaltens- und demografische Daten) aus verschiedenen Quellen und Systemen verknüpft.

Was ist eine First Party Datenstrategie? Dazu empfehlen wir den Artikel “First Party Data Strategie: Einführung und effiziente Umsetzung

Was ist eine Customer Data Platform (CDP)?

First Party Daten sind der Treibstoff für eine perfekt auf die Zielgruppe abgestimmte Nutzererfahrung. Mit ihnen werden umsatztreibende oder kundenbindende Aktionen im Rahmen der eigenen Portale, Apps und sonstigen digitalen Produkte möglich.

Eine Customer Data Platform (CDP) ist ein System, das solche Kundendaten aus mehreren Quellen sammelt und vereinheitlicht, um eine vollständige 360-Grad-Ansicht einzelner Kund:innen zu erstellen.

Die Datenbank, die ein CDP dabei erstellt, wird dann für andere Systeme freigegeben, damit diese die Daten aktivieren/nutzen können und somit auf Unternehmensziele einzahlen.

Warum braucht man eine CDP?

Es gibt viele Gründe für eine CDP. Die drei wichtigsten sind:

  • Erfassen und Vereinheitlichen aller First Party Daten Viele in einem Unternehmensumfeld vorhandenen Systeme, die zu Marketingzwecken genutzt werden, arbeiten voneinander unabhängig. So entstehen Silos, von denen ein Silo die Daten des anderen nicht kennt und es sich als äußerst schwierig gestaltet eine einheitliche Sicht der Kunden zu erhalten. Eine CDP verfolgt genau diesen Ansatz und versetzt insbesondere das Marketing in die Lage, neue Vorgehensweisen zur Kundengewinnung und Kundenbindung (oder auch Rückgewinnung) zu etablieren.
  • Management der Kundendaten Eine CDP hält alle First Party Daten vor - und zwar auf datenschutzkonforme Art und Weise. Jede Zustimmung von Kund:innen wird hier systemübergreifend dokumentiert. Die Nutzung zu Marketingzwecken wird jeweils nur gestattet, wenn der Nutzende dies ausdrücklich bestätigt.
  • Aktivierung Wenn Nutzer- und Kundendaten in einer CDP vorgehalten sind und alle notwendigen Berechtigungen vorhanden und dokumentiert sind, können diese Daten innerhalb der CDP strukturiert, analysiert und zu Zielgruppensegmenten zusammengeführt werden. Im letzten Schritt werden die Daten z. B. über eine API anderen Systemen zur Verfügung gestellt. So können diese Daten für eine verbesserte Kundenerfahrung oder umsatztreibende Anwendungsfälle genutzt werden.

Die meisten CDPs fokussieren sich auf die ersten beiden Punkte. Nur wenige Anbieter bieten auch direkt in der Plattform integrierte Aktivierungsfälle an.

Wie viel kostet eine CDP?

Diese Frage lässt sich nicht einheitlich beantworten, es gibt allerdings verschiedene Anhaltspunkte, an denen man sich orientieren kann.

Die Abrechnung erfolgt je nach Anbieter meistens auf Basis folgender Daten:

  1. Anzahl Nutzerdatensätze
  2. Anzahl Events von Nutzenden
  3. Anzahl verschickter Nachrichten (E-Mails, SMS, Push usw.)

Je nach identifizierten Anwendungsfällen und vorhandenen Daten variieren diese Zahlen natürlich sehr.

Dazu sei noch gesagt, dass viele CDP-Anbieter erst ab einer gewissen Größe aktiv werden, sodass die Kosten zur Nutzung einer CDP bei 5.000 bis 10.000 EUR pro Monat beginnen.

Was ist der Unterschied zwischen CDP und DMP?

Last but not least: Bei der Recherche zur Nutzung von Nutzerdaten stößt man unweigerlich auch auf den Begriff der Data Management Platform (DMP). Der Unterschied zwischen CDP und DMP besteht darin, dass CDPs First Party Daten nutzen, während DMPs Third Party Daten verarbeiten.

Beide nutzen zu einem gewissen Grad auch Second Party Daten. Im Rahmen einer First Party Datenstrategie spielt eine DMP zunächst allerdings keine Rolle. Die Erklärung sollte hier allerdings nicht fehlen.